Versorgungslücke im Pflegebereich bild

Die Versorgungslücke im Pflegebereich schürt den Bedarf an Digitalen Assistenten.

Die wichtigsten Daten und Fakten zur aktuellen Versorgungslücke im Pflegebereich in Deutschland 2020 und in Zukunft. Daten des BKK Bundesverband, Statistisches Bundesamt, Statistische Ämter der Länder und anderen.
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Daten und Fakten zum Pflegebereich

Statista meldet deutschlandweit rund 4,1 Millionen pflegebedürftige Menschen gezählt und damit rund 70 Prozent mehr als noch zu Beginn des Jahrtausends. Ursache für die Zunahme ist die bessere medizinischen Versorgung. Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ist älter als 60 Jahre. Die Pflegequote steigt von rund 11 Prozent in der Altersgruppe der über 75-Jährigen auf rund 71 Prozent bei den über 90-Jährigen. Angesichts der demographischen Entwicklung prognostiziert das Statistische Bundesamt für das Jahr 2060 rund 4,53 Millionen Pflegebedürftige. Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim variieren je nach Bundesland. Im Durchschnitt liegt der Eigenanteil für einen stationären Pflegeplatz bei 1.891 Euro je Monat. | * Statista 

Die Versorgungslücke in Pflegebereich.

Die Pflegesituation in Deutschland gibt Grund zur Sorge. Immer mehr Menschen werden pflegebürftig und gleichzeitig  werden immer weniger Menschen da sein, um sie zu pflegen. Ebenfalls sinkt die Anzahl der Menschen, welche die Kosten für die Versorgung aufbringen müssen. Politik und Wissenschaft suchen nach Auswegen, die ökonomisch realisierbar und moralisch vertretbar sind.
 
Die Prognose zum Fachkräftemangel des Institut der deutschen Wirtschaft in Köln basiert dabei auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland. Das Institut schätzte schon 2018, daß Deutschland in der stationären Versorgung bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen.

Corona-Pandemie: 9000 Pflegekräfte weniger in Kliniken und Heimen

Im Jahr 2020 ging die Zahl der Pflegebeschäftigten zwischen Anfang April und Ende Juli um mehr als 9.000 zurück. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Während also einerseits die Anzahl der Pflegekräfte nochmal sinkt, steigt die Zahl der Bedürftigen. Die Verwaltungsvorschrift vom 8.1.2015 sieht für Nachtdienste in stationären Pflegeeinrichtungen ein Schlüssel von einer Pflegekraft für maximal 40 Bewohnerinnen vor. Was das konkret bedeutet und mit welche physischen und mentalen Anforderungen damit verbunden sind, das zeigt die  Dokumentation der Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen “Wie muss man sich den Nachtdienst im Altenheim vorstellen?“.  Diesen Zustand schreiben wir solange fort, wie wir uns anderen Lösungsansätzen gegenüber verschließen, weil sie grade nicht in unser Weltbild passen. Die Langsamkeit der Entscheidungsfindung wird auf dem Rücken derer ausgetragen, die die keine hinreichende Lobby haben. 

Die moralische Kurzsichtigkeit der Rekrutierung von Pflegepersonal aus dem Ausland

Das Abwerben von Pflegekräften aus befreundeten Nachbarländern mag wirtschaftlich möglich sein. Dass aggressive Abwerben von knappen Ressourcen ist es sicher nicht, da es offensichtlich Konflikte in den betroffenen Regionen schürt. Der Deutsche Pflegerat hält die Abwerbung ausländischer Pflegefachkräfte aus moralischen Gründen schon 2011 für bedenklich. Verbandspräsident Andreas Westerfellhaus sagte damals gegenüber den Zeitungen der WAZ-Gruppe „Ich finde es aber zutiefst unethisch und unmoralisch, wenn wir die Pflegekräfte dort (im Ausland) abwerben“ Quelle und mehr dazu im: aerzteblatt

Entlastung durch digitale Dienste

Beispiele für den Mehrwert Digitaler Assistenten in der Pflege:

  • Intuitiv nutzbare Technologien stärken die Hilfe zur Selbsthilfe und dadurch auch die Teilhabe des Pflegebedürftigen. 
  • Weniger Routine bedeutet mehr Freiraum für persönliche Zuwendung. Mobiler Endgeräte und digitale Dienste erleichtern mobiles  Arbeiten und nachvollziehbare Umsetzung. Sichere Lösungen lassen sich mit geringen Budgets professionell planen und umsetzen
  • Gegenseitiges Lernen – Auf Wissen und Informationen kann zugegriffen werden. 
  • Die soziale Beziehungen zu den Angehörigen werden erleichtert 
  • Technolgie sollte den Menschen helfen und nicht ersetzen. 
  • Das Berufsbild des Pflegepersonals wird aufgewertet.
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Daten und Fakten zum Pflegebereich

Statista meldet deutschlandweit rund 4,1 Millionen pflegebedürftige Menschen gezählt und damit rund 70 Prozent mehr als noch zu Beginn des Jahrtausends. Ursache für die Zunahme ist die bessere medizinischen Versorgung. Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ist älter als 60 Jahre. Die Pflegequote steigt von rund 11 Prozent in der Altersgruppe der über 75-Jährigen auf rund 71 Prozent bei den über 90-Jährigen. Angesichts der demographischen Entwicklung prognostiziert das Statistische Bundesamt für das Jahr 2060 rund 4,53 Millionen Pflegebedürftige. Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim variieren je nach Bundesland. Im Durchschnitt liegt der Eigenanteil für einen stationären Pflegeplatz bei 1.891 Euro je Monat. | * Statista 

Die Versorgungslücke in Pflegebereich.

Die Pflegesituation in Deutschland gibt Grund zur Sorge. Immer mehr Menschen werden pflegebürftig und gleichzeitig  werden immer weniger Menschen da sein, um sie zu pflegen. Ebenfalls sinkt die Anzahl der Menschen, welche die Kosten für die Versorgung aufbringen müssen. Politik und Wissenschaft suchen nach Auswegen, die ökonomisch realisierbar und moralisch vertretbar sind.
 
Die Prognose zum Fachkräftemangel des Institut der deutschen Wirtschaft in Köln basiert dabei auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland. Das Institut schätzte schon 2018, daß Deutschland in der stationären Versorgung bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen.

Corona-Pandemie: 9000 Pflegekräfte weniger in Kliniken und Heimen

Im Jahr 2020 ging die Zahl der Pflegebeschäftigten zwischen Anfang April und Ende Juli um mehr als 9.000 zurück. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Während also einerseits die Anzahl der Pflegekräfte nochmal sinkt, steigt die Zahl der Bedürftigen. Die Verwaltungsvorschrift vom 8.1.2015 sieht für Nachtdienste in stationären Pflegeeinrichtungen ein Schlüssel von einer Pflegekraft für maximal 40 Bewohnerinnen vor. Was das konkret bedeutet und mit welche physischen und mentalen Anforderungen damit verbunden sind, das zeigt die  Dokumentation der Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen “Wie muss man sich den Nachtdienst im Altenheim vorstellen?“.  Diesen Zustand schreiben wir solange fort, wie wir uns anderen Lösungsansätzen gegenüber verschließen, weil sie grade nicht in unser Weltbild passen. Die Langsamkeit der Entscheidungsfindung wird auf dem Rücken derer ausgetragen, die die keine hinreichende Lobby haben. 

Die moralische Kurzsichtigkeit der Rekrutierung von Pflegepersonal aus dem Ausland

Das Abwerben von Pflegekräften aus befreundeten Nachbarländern mag wirtschaftlich möglich sein. Dass aggressive Abwerben von knappen Ressourcen ist es sicher nicht, da es offensichtlich Konflikte in den betroffenen Regionen schürt. Der Deutsche Pflegerat hält die Abwerbung ausländischer Pflegefachkräfte aus moralischen Gründen schon 2011 für bedenklich. Verbandspräsident Andreas Westerfellhaus sagte damals gegenüber den Zeitungen der WAZ-Gruppe „Ich finde es aber zutiefst unethisch und unmoralisch, wenn wir die Pflegekräfte dort (im Ausland) abwerben“ Quelle und mehr dazu im: aerzteblatt

Entlastung durch digitale Dienste

Beispiele für den Mehrwert Digitaler Assistenten in der Pflege:

  • Intuitiv nutzbare Technologien stärken die Hilfe zur Selbsthilfe und dadurch auch die Teilhabe des Pflegebedürftigen. 
  • Weniger Routine bedeutet mehr Freiraum für persönliche Zuwendung. Mobiler Endgeräte und digitale Dienste erleichtern mobiles  Arbeiten und nachvollziehbare Umsetzung. Sichere Lösungen lassen sich mit geringen Budgets professionell planen und umsetzen
  • Gegenseitiges Lernen – Auf Wissen und Informationen kann zugegriffen werden. 
  • Die soziale Beziehungen zu den Angehörigen werden erleichtert 
  • Technolgie sollte den Menschen helfen und nicht ersetzen. 
  • Das Berufsbild des Pflegepersonals wird aufgewertet.