Sprachassistenten im Corona Umfeld

Chatbots und Sprachassistenten sind ideal zur Aufklärung der Öffentlichkeit und Kanalisierung von Anfragen und dadurch auch zum Schutz der Fachkräfte

Sprachassistenten im Corona Umfeld

Interaktive Chatbots und Sprachassistenten sind im Umfeld des Coronavirus ideal zur Aufklärung der Öffentlichkeit und Kanalisierung von Anfragen und letztendlich auch zum Schutz des medizinischen Personals.

Phase 1 - Aufklärung und Screening

Der Assistent kann informativ Fragen über das Coronavirus beantworten oder selbst gezielt eine Reihe von Fragen stellen, um z.B. ein vorläufiges Screening auf Symptome durchzuführen. Abhängig von den erhaltenen Antworten empfiehlt der Sprachassistent die nächsten Schritte für weitere Tests.

Zwei Vorteile sind wichtig. 

  1. Sprachassistenten sind geduldige Zuhörer, die Fragen rund um die Uhr beantworten.
  2. Sprachassistenten lernen. Die Entscheidungsfindung lässt sich auswerten und optimieren.

Phase 2 - Tracking über eine mobile App

Netzbetreiber verfügen über Funkzellendaten und Verkehrsdaten zu den einzelnen Verbindungen. Über physische Kontakte, die ein Infektionsrisiko bergen, sagen beide kaum etwas aus. Es hilft nicht, alle Personen zu warnen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in derselben Funkzelle wie eine infizierte Person aufgehalten haben. Verbindungsdaten sind genauso wenig hilfreich, da man selten neben der Person steht, die man anruft.

Als Vorbild eines datensparsamen Corona-Tracking-Systems dient das Trace-Together aus Singapur. Dort ist der Grundsatz Privacy by Design berücksichtigt. Der Nachteil von Bluetooth, dass es nur über wenige Meter Kontakt herstellen kann, wird hier zum Vorteil.

Konkret würde das Tracking so funktionieren: Möglichst viele Menschen installieren freiwillig eine App auf ihrem Handy. Die App generiert mit kryptographischen Mitteln alle halbe Stunde eine neue temporäre ID. Sobald ein anderes Handy mit der App in unmittelbarer Nähe ist, empfangen beide Handys die temporäre ID der jeweils anderen App-Installation und speichern sie. Diese Liste mit IDs anderer App-Installationen wird auf beiden Handys lokal und verschlüsselt gespeichert. 

Sobald bei einem der App-User eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert wird, bittet die diagnostizierende Ärztin den Nutzer, die lokal gespeicherten Daten an den zentralen Server zu übertragen (siehe Abbildung unten). Falls der Nutzer zustimmt, erfährt der zentrale Server, mit welchen anderen temporären IDs dieses Handy in Kontakt war. Der Server kann aus diesen IDs zwar nicht entschlüsseln, welche Menschen sich dahinter verbergen, er kann aber alle betroffenen Handys informieren. Diese Benachrichtigung kann dabei ganz ohne Ansehen der Personen verschickt werden, die die Handys nutzen. Denn um eine Nachricht auf dem Handy anzeigen zu können sind keinerlei personenbezogene Daten erforderlich. 

Es genügt vielmehr ein sogenanntes PushToken, gleichsam eine digitale Adresse des Handys, um eine Push-Nachricht auf das Gerät zu schicken. Dieses PushToken wird bei der Installation der App auf dem Handy generiert. Zugleich hinterlegt die App sowohl das PushToken als auch die temporären IDs, die sie im Laufe der Zeit aussendet, auf einem zentralen Server – in Deutschland beispielsweise beim Robert-Koch-Institut. Auf diese Weise können die Handys allein anhand von temporären IDs und PushTokens adressiert werden, ohne dass die Identität der Personen feststellbar wäre, die diese Handys bei sich tragen.

Das Management von Kontaktpersonen

Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Es ist wichtig, die Husten- und Niesregeln einzuhalten. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern.

Eine kuratierte Sammlung von Vorlagen.

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