Sprachassistenten im Corona Umfeld Bild

Sprachassistenten im Corona Umfeld

Chatbots und Sprachassistenten sind ideal zur Aufklärung der Öffentlichkeit und Kanalisierung von Anfragen und dadurch auch zum Schutz der Fachkräfte
direkt zu:

Interaktive Chatbots und Sprachassistenten werden immer beliebter. Die belegen mehrere Untersuchungen des Bitkom Branchenverband. Sie sind im Umfeld des Coronavirus ideal zur Aufklärung der Öffentlichkeit und Kanalisierung von Anfragen und letztendlich auch zum Schutz des medizinischen Personals der Pflegeanbieter.

Aufklärung und Screening durch digitale Assistenten

Der Assistent kann informativ Fragen über das Coronavirus beantworten oder selbst gezielt eine Reihe von Fragen stellen, um z.B. ein vorläufiges Screening auf Symptome durchzuführen. Abhängig von den erhaltenen Antworten empfiehlt der Sprachassistent die nächsten Schritte für weitere Tests.

Das bietet drei einfache Vorteile: 

  1. Kontaktlose Bedienbarkeit bedeutet weniger Infektionsrisiko
  2. Digitale Assitenten beantworten Fragen rund um die Uhr in der gleichen Qualität..
  3. Digtale Assistenten lernen aus den Anfragen. Das Vorgehen lässt sich auswerten und optimieren.
 
Die Diskussion um die Corona WarnApp, bzw. die Luca-App zeigt im April 2021, welchen Mehrwert ein lernendes System bietet. Die Abwägung zwischen Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit, bzw. zentrale versus dezentrale Datenhaltung ist wichtig. In der Praxis hat die Luca App Fakten geschaffen – trotz aller Kritik am Geschäftsmodell der Lizenzen, und dem Missbrauchspotential (siehe auch tn3.de). Aus der Smudo-App wurde ein Top Geschäftsmodell. Neidvoll könnte man bestaunen, dass wir nun eine erfolgreiche Check-in App haben, die von den Bundesländern finanziert  (eine Jahreslizenz kostet ca. 1,2 Mio €) und protegiert wird. Dabei ist das erfolgreiche kommerzielle Modell weniger zu beklagen, als die Vergabe und Schwächen im Backend – siehe auch Jan Böhmermann – Check in im Zoo um Mitternacht. 🔗 🤔   

Tracking über eine mobile App

Netzbetreiber verfügen über Funkzellendaten und Verkehrsdaten zu den einzelnen Verbindungen. Über physische Kontakte, die ein Infektionsrisiko bergen, sagen beide kaum etwas aus. Es hilft nicht, alle Personen zu warnen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in derselben Funkzelle wie eine infizierte Person aufgehalten haben. Verbindungsdaten sind genauso wenig hilfreich, da man selten neben der Person steht, die man anruft.

Als Vorbild eines datensparsamen Corona-Tracking-Systems dient das Trace-Together aus Singapur. Dort ist der Grundsatz Privacy by Design berücksichtigt. Der Nachteil von Bluetooth, dass es nur über wenige Meter Kontakt herstellen kann, wird hier zum Vorteil.

Konkret würde das Tracking so funktionieren: Möglichst viele Menschen installieren freiwillig eine App auf ihrem Handy. Die App generiert mit kryptographischen Mitteln alle halbe Stunde eine neue temporäre ID. Sobald ein anderes Handy mit der App in unmittelbarer Nähe ist, empfangen beide Handys die temporäre ID der jeweils anderen App-Installation und speichern sie. Diese Liste mit IDs anderer App-Installationen wird auf beiden Handys lokal und verschlüsselt gespeichert. 

Sobald bei einem der App-User eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert wird, bittet die diagnostizierende Ärztin den Nutzer, die lokal gespeicherten Daten an den zentralen Server zu übertragen (siehe Abbildung unten). Falls der Nutzer zustimmt, erfährt der zentrale Server, mit welchen anderen temporären IDs dieses Handy in Kontakt war. Der Server kann aus diesen IDs zwar nicht entschlüsseln, welche Menschen sich dahinter verbergen, er kann aber alle betroffenen Handys informieren. Diese Benachrichtigung kann dabei ganz ohne Ansehen der Personen verschickt werden, die die Handys nutzen. Denn um eine Nachricht auf dem Handy anzeigen zu können sind keinerlei personenbezogene Daten erforderlich. 

Es genügt vielmehr ein sogenanntes PushToken, gleichsam eine digitale Adresse des Handys, um eine Push-Nachricht auf das Gerät zu schicken. Dieses PushToken wird bei der Installation der App auf dem Handy generiert. Zugleich hinterlegt die App sowohl das PushToken als auch die temporären IDs, die sie im Laufe der Zeit aussendet, auf einem zentralen Server – in Deutschland beispielsweise beim Robert-Koch-Institut. Auf diese Weise können die Handys allein anhand von temporären IDs und PushTokens adressiert werden, ohne dass die Identität der Personen feststellbar wäre, die diese Handys bei sich tragen.

Bluetooth Handshake

Das Management von Kontaktpersonen

Sprachassistenten sind ideal Unterstützer in der Pflege. Einige Beispiele finden Sie in unserem 👉 Blog. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Es ist wichtig, die Husten- und Niesregeln einzuhalten. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Material für Lehrkräfte finden Sie in unserem 👉 Campus und unter diesem Link (👉 Lehrmaterialien Corona)

Share on twitter
Share on linkedin

Interaktive Chatbots und Sprachassistenten werden immer beliebter. Die belegen mehrere Untersuchungen des Bitkom Branchenverband. Sie sind im Umfeld des Coronavirus ideal zur Aufklärung der Öffentlichkeit und Kanalisierung von Anfragen und letztendlich auch zum Schutz des medizinischen Personals der Pflegeanbieter.

Aufklärung und Screening durch digitale Assistenten

Der Assistent kann informativ Fragen über das Coronavirus beantworten oder selbst gezielt eine Reihe von Fragen stellen, um z.B. ein vorläufiges Screening auf Symptome durchzuführen. Abhängig von den erhaltenen Antworten empfiehlt der Sprachassistent die nächsten Schritte für weitere Tests.

Das bietet drei einfache Vorteile: 

  1. Kontaktlose Bedienbarkeit bedeutet weniger Infektionsrisiko
  2. Digitale Assitenten beantworten Fragen rund um die Uhr in der gleichen Qualität..
  3. Digtale Assistenten lernen aus den Anfragen. Das Vorgehen lässt sich auswerten und optimieren.
 
Die Diskussion um die Corona WarnApp, bzw. die Luca-App zeigt im April 2021, welchen Mehrwert ein lernendes System bietet. Die Abwägung zwischen Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit, bzw. zentrale versus dezentrale Datenhaltung ist wichtig. In der Praxis hat die Luca App Fakten geschaffen – trotz aller Kritik am Geschäftsmodell der Lizenzen, und dem Missbrauchspotential (siehe auch tn3.de). Aus der Smudo-App wurde ein Top Geschäftsmodell. Neidvoll könnte man bestaunen, dass wir nun eine erfolgreiche Check-in App haben, die von den Bundesländern finanziert  (eine Jahreslizenz kostet ca. 1,2 Mio €) und protegiert wird. Dabei ist das erfolgreiche kommerzielle Modell weniger zu beklagen, als die Vergabe und Schwächen im Backend – siehe auch Jan Böhmermann – Check in im Zoo um Mitternacht. 🔗 🤔   

Tracking über eine mobile App

Netzbetreiber verfügen über Funkzellendaten und Verkehrsdaten zu den einzelnen Verbindungen. Über physische Kontakte, die ein Infektionsrisiko bergen, sagen beide kaum etwas aus. Es hilft nicht, alle Personen zu warnen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in derselben Funkzelle wie eine infizierte Person aufgehalten haben. Verbindungsdaten sind genauso wenig hilfreich, da man selten neben der Person steht, die man anruft.

Als Vorbild eines datensparsamen Corona-Tracking-Systems dient das Trace-Together aus Singapur. Dort ist der Grundsatz Privacy by Design berücksichtigt. Der Nachteil von Bluetooth, dass es nur über wenige Meter Kontakt herstellen kann, wird hier zum Vorteil.

Konkret würde das Tracking so funktionieren: Möglichst viele Menschen installieren freiwillig eine App auf ihrem Handy. Die App generiert mit kryptographischen Mitteln alle halbe Stunde eine neue temporäre ID. Sobald ein anderes Handy mit der App in unmittelbarer Nähe ist, empfangen beide Handys die temporäre ID der jeweils anderen App-Installation und speichern sie. Diese Liste mit IDs anderer App-Installationen wird auf beiden Handys lokal und verschlüsselt gespeichert. 

Sobald bei einem der App-User eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert wird, bittet die diagnostizierende Ärztin den Nutzer, die lokal gespeicherten Daten an den zentralen Server zu übertragen (siehe Abbildung unten). Falls der Nutzer zustimmt, erfährt der zentrale Server, mit welchen anderen temporären IDs dieses Handy in Kontakt war. Der Server kann aus diesen IDs zwar nicht entschlüsseln, welche Menschen sich dahinter verbergen, er kann aber alle betroffenen Handys informieren. Diese Benachrichtigung kann dabei ganz ohne Ansehen der Personen verschickt werden, die die Handys nutzen. Denn um eine Nachricht auf dem Handy anzeigen zu können sind keinerlei personenbezogene Daten erforderlich. 

Es genügt vielmehr ein sogenanntes PushToken, gleichsam eine digitale Adresse des Handys, um eine Push-Nachricht auf das Gerät zu schicken. Dieses PushToken wird bei der Installation der App auf dem Handy generiert. Zugleich hinterlegt die App sowohl das PushToken als auch die temporären IDs, die sie im Laufe der Zeit aussendet, auf einem zentralen Server – in Deutschland beispielsweise beim Robert-Koch-Institut. Auf diese Weise können die Handys allein anhand von temporären IDs und PushTokens adressiert werden, ohne dass die Identität der Personen feststellbar wäre, die diese Handys bei sich tragen.

Bluetooth Handshake

Das Management von Kontaktpersonen

Sprachassistenten sind ideal Unterstützer in der Pflege. Einige Beispiele finden Sie in unserem 👉 Blog. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Es ist wichtig, die Husten- und Niesregeln einzuhalten. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern. Material für Lehrkräfte finden Sie in unserem 👉 Campus und unter diesem Link (👉 Lehrmaterialien Corona)