Estland die Digitale Republik

Estland hat nur 1.3 Millionen Einwohner und war bis 1991 noch Teil der Sowjetunion. Dennoch gilt das Land heute als weltweit führender Standort für eHealth. ePayment und eGovernment Angebote und beheimatet auch das NATO Hauptquartier für CyberSecurity und CyberDefence.

Estonia - Digital Republic

konsequent auf Digitale Dienste ausgerichtet

Mit lediglich 1,3 Millionen Einwohnern und und lediglich vier Millionen Hektar, von denen die Hälfte aus Wald besteht hat sich Estland konsequent auf Digitale Dienste ausgerichtet und spart dadurch 2 % seines Bruttosozial Produkts an Kosten | Quelle: NewYorker

BMWI Analyse 2017

Zusammenfassung (Auszug)

Estland hat sich über die baltische Region hinaus einen Namen als Standort für digitale Produkte und Dienstleistungen gemacht. Insbesondere die Digitalisierung der Verwaltung (E-Government) ist international stark beachtet und führte 2016 zur Einladung des damaligen Regierungschefs, Taavi Rõivas, ins Bundeskanzleramt. Die estnische Wirtschaft entwickelte sich auch in den Krisenjahren rascher als die der beiden baltischen Nachbarn. Dies liegt nicht zuletzt an der bewusst gepflegten Nähe zu Skandinavien – und dort insbesondere zu Finnland, das nur eine kurze Fährstrecke von der estnischen Hauptstadt Tallinn entfernt liegt. Besonders zu beobachten ist die positive Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Die Branche gilt als einer der zentralen europäischen Wachstumsmotoren und liefert darüber hinaus als Querschnittstechnologie entscheidende Impulse für weitere Märkte. Das kleine Estland will, wie die folgende Untersuchung zeigt, dabei eine führende Rolle übernehmen.

Gleichzeitig hat in Estland während der vergangenen Jahre die Bedeutung innovativer Unternehmensgründungen für die wirtschaftliche Entwicklung in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich zugenommen. Im Jahr 2015 wurde von der estnischen Regierung die Organisation Startup Estonia gegründet, deren Ziel es ist, ein möglichst optimales System für die Startup-Branche zu schaffen. Der Organisation stehen bis zum Jahr 2020 7 Millionen Euro zur Verfügung. Diese werden vom Europäischen Fonds für

Ferner zeichnen sich weitere Entwicklungen ab, die von einer zunehmenden Professionalisierung und Institutionalisierung der Gründerszene in Estland zeugen. Die Startups gründen branchenspezifische Verbände, kooperieren mit Universitäten und Hochschulen und unterhalten Netzwerke. Größere Unternehmen stellen Inkubatoren zur Verfügung. Mit diesem Rückenwind im kleinen Heimatmarkt fassen estnische Startups gezielt Europa und andere Märkte ins Auge. Umgekehrt bietet die Marktdynamik in Estland auch ausländischen Unternehmen eine gute geschäftliche Perspektive, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert hat. 

Quelle: Zielmarktanalyse 2017, IT-STARTUPS IN ESTLAND 

Herausgeber:  Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit, www.bmwi.de. Die Studie wurde im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für das Projekt – Geschäftsanbahnungsreise “Chancen für deutsche IT-Startups in Estland, Lettland, Litauen” erstellt. 

Die Infrastruktur

Estland hat trotz Budget Knappheit die offensichtlich richtigen Entscheidungen getroffen und eine hervorragende digitale Infrastruktur aufgebaut. Gesicherte Leitungswege wie die X-Road sind die Voraussetzung für Server Infrastrukturen, die sehr schwer zu kompromittieren sind. Trotz der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl hat das Baltikum eine weltweit führende Community von Mobile Payment und Security Experten – dort ist auch das NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence 

Digitale Staatsbürgerschaft

Ich bin seit 2017 e-Resident, um die Möglichkeiten im Umgang mit staatlich angebotenen Dienstleistungen selbst am eigenen Leib zu testen. Dazu gehörte 2017 noch die Zusammenarbeit mit Repräsentanten, die englisch nur sehr ruppig sprachen. Doch im Bezug auf Sicherheit und Innovation ist Estland führend und testet 2020 Voice Services bereits als Erweiterung zu den eigenen Government Plattformen.

Jeder, der in Estland ein Unternehmen gründen möchte, kann seit 2017 Zugang zu allen von der Regierung angebotenen elektronischen Dienstleistungen erhalten. Zur Klarheit: Estland ist kein weiterer Hafen, um Steuern zu sparen, sondern ein auf überlegener Technik basierender Anbieter von digitalen Dienstleistungen.

Digitale Lehrplattformen

E-learning Angebote aus Estland stehen 2020 im Zeichen des Coronavirus weltweit kostenlos zur Verfügung. Estland  belegt den 1. Platz im PISA-Test und hat seit dem 16. März 2020 alle Schulen geschlossen. Als vergleichsweise kleine Volkswirtschaft demonstriert Estland einen eindrucksvollen Erfolg mit begrenzten Mitteln aber viel Verstand. Seit 2017 gilt Estland als eine der fortschrittlichsten digitalen Nationen der Welt. 

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